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DIN-Normen für den Hausanschluss

Mit einem Hausanschluss und einer Hauseinführung sorgen Sie dafür, dass wichtige Anschlüsse wie Gas, Strom und Wasser von außen in das Innere eines Hauses gelangen. Sogenannte DIN-Normen geben vor, wie diese ordnungsgemäß durchzuführen sind. Diese sind erarbeitete Standards des Deutschen Instituts für Normung in Berlin für materielle und immaterielle Gegenstände. DIN-Normen basieren auf gesicherten Ergebnissen aus Wissenschaft und Technik. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die wichtigsten Grundlagen zu den DIN-Normen 18012 und 18322. Diese geben Hilfestellung bei dem Hausanschluss und der Hauseinführung. Zusätzlich wichtig sind die Normen 18195 sowie 18533 zwecks der Abdichtung von Wanddurchdringungen für Netzeinführungen.

DIN 18012: Zugang zu Anschlüssen im Haus

Die DIN-Norm 18012 ist relativ neu, Sie erhielt im Jahr 2008 eine grundlegende Überarbeitung, um moderne Anforderungen im Bereich Energie zu erfüllen. Die Norm gilt für allgemeine Planungsgrundlagen für den Raum- und Flächenbedarf von Hausanschlüssen in Gebäuden. In den folgenden Absätzen erläutern wir Ihnen die wichtigsten Inhalte der DIN-Norm 18012.

Die Hausgröße entscheidet

Die DIN 18012 schreibt vor, dass Häuser mit mehr als vier Wohneinheiten einen Hausanschlussraum benötigen. Darin laufen alle Anschlusseinrichtungen aus dem Haus zusammen. Das bedeutet: Der Raum vereint die Anschlüsse für Gas, Wasser, Fernwärme und Elektro beziehungsweise Strom sowie für die Telekommunikation. In Gebäuden mit weniger als vier Wohnungen reicht für die Hausanschlusseinrichtungen eine einzelne Wand aus, ein kompletter Raum ist nicht notwendig. Nach DIN 18012 benötigt ein Einfamilienhaus eine Hausanschlussnische. Dadurch besitzen Sie die Möglichkeit, alle Anschlüsse der Hauseinführung in einem Hausanschlussschrank beziehungsweise einem Zählerschrank zu bündeln.


Benötigte Anschlüsse

Ein Hausanschlussraum bietet Ihnen einen entscheidenden Vorteil: darin können Sie eingebauten Einrichtungen sicher bedienen, warten und reparieren. Die Anschlüsse, die in einem solchen Raum zusammenlaufen, sind vielzählig. Geübten Handwerkern und Fachmännern bereitet diese Aufgabe kaum Probleme. Die möglichen Anschlüsse, die in einem Hausanschlussraum installiert sein können, finden Sie in der folgenden Liste.

  • Hauptabsperreinrichtung für die Trinkwasserversorgung, Druckminderer, Wasserzähler, Rückflussverhinderer, Filter, Rohrtrenner
  • Abwasseranschluss mit letzter Reinigungs- und Revisionsöffnung vor dem Abwasserkanal
  • Hausanschlusskasten für die Stromversorgung mit Sicherungen, Stromzähler oder Einspeisezähler (Photovoltaik- oder KWK-Anlage)
  • Telekommunikation (ISDN-Telefon und DSL)
  • Hauptabsperrventil der Erdgasversorgung, Druckregler, Gaszähler und –strömungswächter
  • Hausanschlussstation (HA-Station) bei Anschluss an die Fernwärme

Zusätzliche Vorgaben der DIN 18012

Die DIN-Norm 18012 schreibt vor, dass Hausanschlussräume trocken und begehbar sowie belüftbar und frostfrei sind. Sie verpflichtet dazu, den Hausanschlussraum an einer Außenwand Ihres Hauses anzulegen, durch die die Anschlüsse ins Innere gelangen. Einzige Ausnahme: Liegen zwingende bauliche Gründe vor, installieren Sie den Hausanschlussraum in einem innenliegenden Raum. Ist das der Fall, sind Sie dazu verpflichtet, Leitungen in sogenannte Schutz- beziehungsweise Mantelrohre zu verhüllen. Das dient der Sicherheit.

Die Norm 18012 besagt, dass Hausanschlussräume über allgemein zugängliche Räume oder direkt von außen betretbar sein müssen. Die Verwendung als Durchgang zu weiteren Räumen ist verboten. Die Mindestmaße eines Hausanschlussraumes betragen 2m in der Länge und 1,80m in der Breite. Da der Hausanschlussraum sensible Leitungen und Rohre beinhaltet, beinhaltet die DIN 18012 Vorschriften zum Brandschutz. Die Wände dieses Raumes benötigen die Feuerwiderstandsklasse F30. Das bedeutet, dass Sie im Brandfall mindestens 30 Minuten Ihre Funktion erfüllen müssen.

Zusätzlich benötigen Sie für den Hausanschlussraum ein Schild, das diesen als solchen kennzeichnet sowie eine Lichtquelle samt Schalter an der Tür. Der Mindestabstand zwischen den Leitungen beträgt 30 Zentimeter. Ist Ihr Hausanschlussraum fertig und alle Anschlüsse sind verlegt, schreibt die DIN-Norm eine Abschlusskontrolle durch ein Versorgerunternehmen vor


DIN 18012 zum Nachschlagen

Die wichtigsten Inhalte und Vorgaben der Norm finden Sie auf dieser Seite. Benötigen Sie die DIN-Norm 18012 in Ihrer vollständigen Fassung, erhalten Sie diese in Buchform. Zusätzlich bieten Ihnen Online-Portale wie Beuth die DIN 18012 zum kostenpflichtigen Download in Form eines PDF-Dokuments an. Bei Fragen zu der Norm wenden Sie sich an Ihr Versorgungs- beziehungsweise Bauunternehmen.

DIN 18322: Vorschriften für Rohre und Kabel

Die DIN-Norm 18322 umfasst die sogenannten Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen, kurz ATV, für Rohre und Kabel. Das bedeutet vereinfacht gesagt: Die Norm schreibt vor, wie Sie eine Hauseinführung für Kabel und Rohre installieren müssen. Ziel der Norm ist es, dass kein Gas beziehungsweise Wasser durch äußere Einflüsse in das Gebäude eindringt oder innerhalb des Gebäudes austritt. In den folgenden Absätzen erklären wir Ihnen die wichtigsten Inhalte der DIN 18322.


Vorgaben der DIN-Norm

Die ATV der DIN 18322 sorgen dafür, dass Kabel und Rohre innerhalb einer Hauseinführung vor äußerer Krafteinwirkung geschützt sind. Das geschieht beispielsweise, wenn ein Bagger mit Kabelleitungstiefbauarbeiten beschäftigt ist. Zudem schützt die Norm Personen innerhalb eines Hauses, da sie Schäden an Gas- und Wasserleitungen vorbeugt. Um diese Ziele zu erreichen schreibt die Norm vor, dass Sie nur Hauseinführungssysteme verwenden dürfen, die vom DVGW zertifiziert sind. Die Abkürzung steht für Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches. Diese Vorgabe gilt für Neubauten und bei der Erneuerung von bestehenden Einführungen. DIN 18322 verbietet den Einbau von PVC-Rohren bei einer Hauseinführung, da diese keinen Verbund mit der Hauswand eingehen und nicht dicht sind.


DIN 18322 erwerben

Die wesentlichen Inhalte der DIN 18322 finden Sie auf dieser Seite. Lassen Sie ein Haus bauen, benötigen Sie in einigen Fällen die komplette Fassung der DIN-Norm. Diese erhalten Sie in Form eines Buches oder zum Download im Internet als PDF-Datei. Kostenlos erhalten Sie die DIN-Norm nicht. Bauherren und Architekten erhalten bei einzelnen Fragen zur Norm Hilfe beim zuständigen Versorgerbetrieb.

DIN 18195: Schutz gegen Feuchtigkeit und Wasser

Die DIN-Norm 18195 regelte bis Juli 2017 den Schutz von Bauwerken gegen Feuchtigkeit und Wasser. Seitdem regelt die Normenreihe 18531, 18532, 18533 sowie 18534 und 18535 weitgehend den Aufgabenbereich der ursprünglichen DIN-Norm. Während diese allgemein und grob den kompletten Schutz eines Bauwerks gegen Feuchtigkeit vorgab, konzentrieren sich die neuen Normen auf verschiedene Teile des Hauses.

  • DIN 18531: Abdichtung von Dächern, Balkonen sowie Loggien und Laubengängen
  • DIN 18532: Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533: Abdichtung von erdberührten Bauteilen
  • DIN 18534: Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535: Abdichtung von Behältern und Becken

Beim Verlegen eines Hausanschlusses und einer Hauseinführung ist für Sie die DIN-Norm 18533 essenziell. Diese regelt, wie Sie erdberührende Wand- und Bodenflächen abdichten müssen, um diese vor Wasser zu schützen. Dabei ist es egal, ob die Flüssigkeit in Form von Bodenfeuchte, als drückendes und nichtdrückendes Wasser oder als Spritzwasser vorliegt. Im vorliegenden Absatz erläutern wir Ihnen die wichtigsten Merkmale der neuen Norm.


DIN 18533 erklärt

Im Gegensatz zur früheren DIN-Norm 18195 regelt 18533 nun die Zuverlässigkeit der Abdichtung. Das schreibt Bauherren und Planern Dichtmittel vor, die langfristig und zuverlässig gegen Wasser schützen. Weiterhin basiert die Norm auf fünf Kriterien, anhand derer Sie die bestmögliche Abdichtungsart für Ihr Projekt auswählen.

  1. Die Wassereinwirkungsklasse: Wir wirkt das Wasser auf das Bauteil ein und mit welcher Intensität?
  2. Die Rissklasse: Wie groß ist der Riss, der im Bauteil durch die Hauseinführung entsteht? Wie groß ist die zu erwartende Rissbildung in der Zukunft?
  3. Die Rissüberbrückungsklasse: Passende Abdichtstoffe, die jeder Rissklasse zugeordnet sind.
  4. Die Raumnutzungsklasse: Wie nutzen Sie den abzudichtenden Raum? Für Lagerhallen herrschen andere Bestimmungen als für Heizungskeller.
  5. Die Zuverlässigkeitsanforderungen: Wie stabil ist ein Abdichtmittel über einen längeren Zeitraum?

Benötigen Sie die komplette Fassung der DIN-Norm, erhalten Sie diese käuflich im Internet. Lassen Sie eine Hauseinführung von einem Unternehmen verlegen, sorgt dieses automatisch dafür, dass die Abdichtung der DIN-Norm entspricht. In diesem Fall benötigen Sie die Vorgaben in schriftlicher Form nicht selbst.

Fazit: Normen helfen Ihnen beim Hausbau

  • DIN-Normen sind Richtlinien und Standards des Deutschen Instituts für Normung in Berlin und basieren aus Ergebnissen aus Wissenschaft und Technik.
  • Im Hausbau helfen Ihnen Normen, die gesetzlichen Vorgaben für Hausanschlüsse und Einführungen einzuhalten.
  • Die Norm 18012 schreibt vor, welche Fläche Sie für die Anschlüsse in Ihrem Haus benötigen und wie Sie diese sichern.
  • Norm 18322 enthält Vorgaben zum Schutz von Kabeln und Rohren in Einführungen und sorgt dafür, dass diese keine Beschädigungen erleiden.
  • Die ausführlichen Fassungen der Normen erhalten Sie kostenpflichtig in Buchform oder im Netz als PDF-Datei zum Download.